(cb/np) - Frei verkäufliche Schmerzmittel, wie Aspirin werden von den Deutschen täglich millionenfach ohne Bedenken verabreicht, um beispielsweise Rückenleiden oder Kopfschmerzen zu lindern. Pro Jahr nehmen etwas 3,8 Millionen Menschen in Deutschland nicht-verschreibungspflichtige Schmerzarzneien und verharmlosen diese.
Doch die meisten Menschen wissen nicht, dass schon kleinste Mengen der enthaltenen Wirkstoffe zu Leberschäden und sogar zum Tod führen können.
Daher sollen diese Medikamente zukünftig nur noch in kleinen Verpackungen verkauft werden.
Einige Schmerzmittel wie zum Beispiel Aspirin sollen zukünftig ohne Rezept nur noch in kleinen Packungen verkauft werden. Eine entsprechende Empfehlung gab jetzt ein Sachverständigenausschuss des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) heraus.
Die Mittel dürfen demnach nur noch in Packungsgrößen verkauft werden, die für eine Therapie von höchstens vier Tagen reichen. Begrenzt werden sollen die Packungsgrößen der freiverkäuflichen Schmerzmittel mit den Wirkstoffen Acetylsalicylsäure (ASS), Diclofenac, Ibuprofen und Naproxen.
Laut BfArM kann es bei einer Überdosierung oder durch die Einnahme über einen längeren Zeitraum zu schweren Nebenwirkungen kommen. Circa 3.300 Personen müssen jährlich im Krankenhaus behandelt werden, weil sie ohne ärztliche Aufsicht zu viele oder über einen zu langen Zeitraum Schmerzmedikamente zu sich genommen haben.
Bereits seit längerem wird die eingeschränkte Medikamentenabgabe bei Schmerzmitteln diskutiert. Beispiel Aspirin mit seinem enthaltenen Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS). Dieser hilft nur kurzfristig gegen Schmerzen, verdünnt aber das Blut langfristig. Daher müssten oftmals medizinische Eingriffe verschoben werden, weil der OP-Patient zuvor ASS eingenommen hatte.
Nach Angaben des BfArM muss nun das Bundesgesundheitsministerium die Empfehlung prüfen.
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