Neugeborene sollen für Rituale verkauft worden sein
Schwangere Mädchen aus "Babyfabrik" in Nigeria befreit
Lagos (AFP) - Die Polizei in Nigeria hat mehrere schwangere Mädchen aus einem Waisenheim gerettet, das offenbar als "Babyfabrik" arbeitete. Die Mädchen in der Einrichtung seien zur Schwangerschaft gedrängt und ihre Babys dann für illegale Rituale verkauft worden, berichtete ein Polizeisprecher am Freitag im Bundesstaat Akwa Ibom im Süden des Landes. Der Chef des Waisenhauses, seine Frau und ein Komplize seien festgenommen worden.
Nigerias Polizei befreit Mädchen aus "Babyfabrik"
© AFP
"Die Verdächtigen drängten die Mädchen zur Schwangerschaft, indem sie ihnen 70.000 Naira (340 Euro) versprachen", berichtete der Polizeisprecher. "Wenn die Babys geboren waren, wurden sie für das Abhalten von Ritualen verkauft."
Kinderhandel ist in Westafrika weit verbreitet, oft werden die Kinder ihren armen Eltern abgekauft und dann als Arbeitssklaven in Plantagen, Bergwerke und Fabriken geschickt. Auch der Weiterverkauf an wohlhabende kinderlose Paare geschieht oft, in seltenen Fällen werden sie auch in verbotenen Ritualen der Schwarzen Magie gefoltert oder getötet.
Artikel vom 13.04.2012
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