Der südkoreanische Zoll hatte die Praxis vor wenigen Tagen öffentlich gemacht. Seit August wurden demnach knapp 17.500 derartige Pillen beschlagnahmt. Die Pillen sind mit dem getrockneten und zerriebenen Fleisch von Föten oder toten Säuglingen gefüllt. Sie werden als Wundermittel gegen verschiedene Krankheiten oder zur Potenzsteigerung angepriesen. Nach südkoreanischen Angaben sind die Pillen nicht nur ethisch bedenklich, sondern auch mit gefährlichen Bakterien verseucht.
Nach südkoreanischen Angaben werden die Kapseln für umgerechnet 26 bis 33 Euro pro Stück verkauft. Es sei "eine bizarre Praxis" zu denken, dass der Verzehr von Körperteilen Neugeborener Krankheiten heilen oder besondere körperliche Kräfte verleihen könne, sagte Ha Ji Hyun der Zeitung "Chosun Ilbo". "Ich zittere vor Entsetzen darüber, dass einige meiner Mitbürger solches Zeug schlucken", kommentierte ein südkoreanischer Internet-Nutzer.
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