Größte Walfang-Firma will Jagd abblasen

Steuerstreit in Island nutzt Finnwalen

Reykjavik (AFP) - Ein Steuerstreit in Island könnte den Finnwalen zugute kommen: Sollten die Mitarbeiter der Walfang-Firma Hvalur weiterhin eine finanzielle Entschädigung für abgeschaffte Steuererleichterungen für Wal-Fänger fordern, "wird es diesen Sommer keine Jagd geben", sagte Hvalur-Chef Kristjan Loftsson der Nachrichtenagentur AFP.
Walfang-Boot in Island Bild anzeigen
Walfang-Boot in Island © AFP

Island hatte zuvor Steuererleichterungen abgeschafft, mit denen Wal-Fänger bislang dafür entschädigt worden waren, dass sie für lange Zeiträume weit von zu Hause entfernt arbeiten müssen. Hvalur ist die größte Walfang-Firma des Landes. 2010 fing sie 148 Finnwale, im vergangenen Jahr gab es wegen des Zusammenbruch des Marktes nach dem Tsunami in Japan keine Finnwal-Jagd. Dieses Jahr sollten laut Loftsson 70 Finnwale gefangen werden, da sich der Markt in Japan allmählich erhole.

Island und Norwegen sind die beiden einzigen Länder, in denen der kommerzielle Walfang trotz eines internationalen Moratoriums aus dem Jahr 1986 noch erlaubt ist. In Japan ist die Jagd auf Wale offiziell nur zu Forschungszwecken gestattet, allerdings darf das Fleisch der erlegten Tiere verkauft werden. In anderen Ländern stößt die Jagd auf die bedrohten Wale auf deutliche Kritik.

Bewerten Sie diesen Artikel

0.0
0,0 (0 Stimmen)

Möchten Sie diesen Artikel

Versenden Drucken
Anzeige

Noch keine Kommentare vorhanden

Zu diesem Artikel wurde noch kein Kommentar hinterlassen, schreiben Sie doch den ersten.

Diesen Artikel versenden

Absender-E-Mail:*
Empfänger-E-Mail:*
Nachricht:*

* Pflichtfelder
Als Startseite festlegen Facebook Twitter RSS-Feeds Mobile