In dem am Freitag im "Guardian" veröffentlichten angeblichen Interview machte Strauss-Kahn dem Text zufolge seine politischen Gegner mitverantwortlich für seinen Sturz als IWF-Chef. Er hätte nicht gedacht, dass diese "so weit gehen würden", sagte Strauss-Kahn gemäß den Zitaten in der Zeitung. Demnach ist Strauss-Kahn davon überzeugt, dass zwar nicht der Vorwurf der versuchten Vergewaltigung eines Zimmermädchens in einem New Yorker Hotel, jedoch der weitere Verlauf des Skandals politisch gesteuert war.
Strauss-Kahn war am 14. Mai festgenommen worden, nachdem ihm das Zimmermädchen vorgeworfen hatte, sie zum Oralsex gezwungen zu haben. Der 63-Jährige spricht dagegen von "einvernehmlichem Sex". Wegen der Vorwürfe war er zum Rücktritt als IWF-Chef gezwungen und musste auch auf seine geplante Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur der französischen Sozialisten verzichten. Stattdessen geht nun François Hollande am 6. Mai in die Stichwahl gegen Amtsinhaber Nicolas Sarkozy.
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