Ergebnis einer Studie aus Oxford

Studie: Je größer eine Frau, desto größer ihr Krebsrisiko

Oxford (co) - Je größer eine Frau, desto größer ihr Krebsrisiko: dieses Ergebnis legt eine Studie der Wissenschaftlerin Jane Green von der britischen Oxford University nahe. In die sogenannte "The Millionen Women Study" waren von 1996 bis 2001 1,3 Millionen Britinnen einbezogen worden. In 97.000 Fällen wurde Krebs diagnostiziert. Vermutlich gelten die Ergebnisse der Studie ebenso für Männer.

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Im Krankehaus

© AFP

Die Studienteilnehmerinnen waren im Mittel 56 Jahre alt und knapp 160 cm groß. Green und ihr Team berechneten: Pro 10 cm, die die Körpergröße über etwa 150 cm hinausgeht, erhöht sich das Krebsrisiko im Durchschnitt um 16 Prozent. Das bedeutet zum Beispiel bei Frauen mit einer Körpergröße von 173 cm immerhin ein Anstieg des Krebsrisikos um 37 Prozent.

Für die verschiedenen Krebsarten steigt das Risiko aber unterschiedlich stark an. So ist offenbar das Risiko für Melanome, Nierenkrebs und Leukämie mit der Körpergröße der Frauen am höchsten assoziiert: das Melanomrisiko mit jedem Anstieg um 10 cm um 32 Prozent erhöht, das Nierenkrebsrisiko um 29 Prozent und das Leukämierisiko um 26 Prozent. Das Brustkrebsrisiko ist lediglich um 17 Prozent, aber immer noch signifikant erhöht.

Eine Erklärung für dieses Phänomen steht noch aus. Es könnten Faktoren wie die Genetik, die Ernährung und der Hormonstatus eine Rolle spielen, vermuten die britischen Forscher. Des Weiteren könnte das erhöhte Krebsrisiko von großen Menschen darauf zurückzuführen sein, dass diese mehr Körperzellen, einschließlich Stammzellen, haben und daher ein höheres Risiko für Mutationen, die zu Malignomen führen, besteht.

Weitgehend unabhängig waren die Ergebnisse von anderen Faktoren, die das Krebsrisiko beeinflussen können, wie etwa dem sozioökonomischen Status.

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