Deutsche gucken sechs Minuten weniger in die Glotze

Täglicher Fernsehkonsum sinkt erstmals wieder

Baden-Baden (AFP) - Der tägliche Fernsehkonsum in Deutschland ist seit Jahren erstmals wieder gesunken. Im Durchschnitt saßen die Deutschen in den ersten drei Monaten dieses Jahres vier Stunden und zwei Minuten pro Tag vor der Glotze - das waren sechs Minuten weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, wie das Marktforschungsunternehmen Media Control in Baden-Baden mitteilte.
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Fernsehgeräte in Elektronikmarkt © AFP

Große Unterschiede zeigen sich vor allem beim Fernsehkonsum der Kinder. Drei- bis fünfjährige Mädchen schalten demnach täglich 25 Minuten weniger als im ersten Quartal 2011 ein und erreichen mit einer Stunde und 17 Minuten das Niveau der gleichaltrigen Jungen, die eine Stunde und 18 Minuten vor dem Fernseher sitzen.

Während Zehn- bis 13-Jährige insgesamt acht Minuten weniger fern sehen, greifen Sechs- bis Neunjährige wieder verstärkt zur Fernbedienung - sie sitzen neun Minuten länger vor dem Gerät. Insgesamt verfolgen Kinder zwischen drei und 13 Jahren rund eine Stunde und 35 Minuten das tägliche TV-Programm.

In der Altersgruppe zwischen 14 und 19 Jahren sinkt der TV-Konsum ebenfalls erheblich um 14 Minuten auf eine Stunde und 46 Minuten. Aber auch Zuschauer ab 65 Jahren, die stets am längsten fern sehen, sitzen im Schnitt sechs Minuten weniger vor dem Fernseher als im Vorjahreszeitraum und kommen jetzt laut Media Control auf fünf Stunden und 36 Minuten.

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