Aktivisten: Millionen tote oder verletzte Tiere
Taiwan will für Tiere tödliche Rituale unterbinden
Taipeh (AFP) - Die taiwanische Regierung will buddhistische Rituale unterbinden, durch die offenbar jährlich Millionen Tiere sterben. Wie die Regierung mitteilte, führt sie Gespräche mit verschiedenen religiösen Vereinigungen, von denen sich bereits einige bereit erklärt hätten, auf die Bräuche zu verzichten. Die Rituale sehen vor, Kleintiere wie etwa Fische oder Vögel auszusetzen. Diese "Gnadenfreilassungen" sollen das Karma der Gläubigen verbessern.
Buddhistische Mönche in Taipeh
© AFP
Laut Tierschützern werden in Taiwan jährlich durch rund solcher Rituale etwa 200 Millionen Tiere getötet oder verletzt, weil sie in ungewohnten Lebensräumen keine Nahrung finden oder dort lauernden Gefahren zum Opfer fallen. Die Regierung erwägt nach eignenen Angaben Gesetzesänderungen, die für das unerlaubte Aussetzen von Tieren Gefängnisstrafen von bis zu zwei Jahren und Geldbußen von bis zu 2,5 Millionen taiwanischen Dollar (etwa 65.000 Euro) vorsehen sollen.
Artikel vom 13.05.2012
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