Hanoi (AFP) - Tierschützer haben die Zucht von Affen in Laos angeprangert, die zu Forschungszwecken an Labore im Ausland verkauft werden. Tausende Tiere würden in dem südostasiatischen Land unter "entsetzlichen Bedingungen" in überfüllten Farmen aufgezogen, erklärte die britische Tierschutzgruppe BUAV. Die Aufzucht der Affen verletze international anerkannte Tierschutzstandards. Demnach wurden seit 2004 fast 35.000 Langschwanz-Makaken aus Laos an Labore im Ausland verkauft.
Beim Besuch von Affenfarmen in Laos seien einige Tiere tot in ihren Käfigen gefunden worden, erklärte BUAV. Viele Affen seien vollkommen abgemagert, andere seien verletzt gewesen oder hätten unter Haarausfall gelitten. Die Affen werden der Organisation zufolge nach China und Vietnam gebracht und von dort aus an Labore in den USA und in Europa verkauft. Häufig würden Affen auch in freier Wildbahn gefangen und ins Ausland verkauft, da dies billiger sei als die Zucht der Tiere.