Der Transportunternehmer habe bei dem Gespräch erklärt, dass er seit sieben Jahren immer vor Gericht verloren habe, sagte Eysell der "SZ". Zum Ablauf der Tat und der illegal erworbenen Waffe habe Rudolf U. nichts gesagt. Stattdessen habe sich der Mann, der an Herzproblemen und den Folgen eines Schlaganfalls leidet, über die Haftbedingungen in der Justizvollzugsanstalt Stadelheim beschwert. Er habe keine passende Wäsche und zudem seit seiner Inhaftierung nichts gegessen.
Rudolf U. hatte sich am Mittwoch vor einer Woche in Dachau wegen Vorenthaltung von 44.000 Euro an Sozialbeiträgen vor Gericht verantworten müssen. Während der Verurteilung zu einem Jahr Haft auf Bewährung zog er plötzlich seine Pistole und schoss zunächst auf den Richter. Nachdem er diesen verfehlt hatte, zielte er auf den 31-jährigen Staatsanwalt und verletzte diesen tödlich.
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