IOC sortiert Doha und Baku bei Bewerbern aus

Tokio, Madrid und Istanbul in Endrunde für Olympia 2020

Québec (AFP) - Tokio, Madrid und Istanbul sind im Finale um die Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele 2020. Die Kandidaten Doha und Baku seien dagegen ausgeschieden, teilte der Exekutivausschuss des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) im kanadischen Québec mit. Die Entscheidung über den Austragungsort, für den Tokio als Favorit gilt, soll am 7. September 2013 in Buenos Aires bekanntgegeben werden.
Tagung des IOC in Québec Bild anzeigen
Tagung des IOC in Québec © AFP

In der japanischen Hauptstadt wurde die Entscheidung über die letzten drei Kandidaten freudig aufgenommen. Der Einzug ins Finale werde den Japanern nach dem Erdbeben und dem Tsunami im März 2011 "viel, viel Kraft" geben, sagte der Chef des Bewerbungskomitees, Tsunekazu Takeda. Regierungschef Yoshihiko Noda erklärte, sollte Tokio die Spiele ausrichten, wäre das ein "Symbol für die Wiedergesundung Japans nach der Tragödie vom letzten Jahr".

Wie schon 2008 gilt Tokio als der aussichtsreichste Kandidat mit dem technisch besten Bewerbungsdossier. Als einzige der verbliebenen drei Städte hat Tokio bereits einmal die Olympischen Sommerspiele ausgerichtet und zwar 1964. Gegen die Japaner könnte allerdings sprechen, dass 2018 im südkoreanischen Pyeongchang die Winterspiele stattfinden und Asien daher nicht wieder zum Zug kommen soll.

Madrid würde normalerweise als gefährlicher Gegner Tokios betrachtet, das es im Wettbewerb um die Spiele 2016 sogar geschlagen hatte. Letztlich erhielt dann aber Rio de Janeiro den Zuschlag. Allerdings könnte bei der Entscheidung über die Spiele 2020 die desolate Wirtschaftslage in Spanien negativ ins Gewicht fallen.

Auch die Türkei gab sich hoffnungsvoll. Hasan Arat, Mitglied des Istanbuler Bewerbungskomitees, sprach von einem "historischen Augenblick". Möglicherweise steht sich die Metropole jedoch selbst im Weg, da sie sich auch um die Austragung der Fußball-Europameisterschaft 2020 beworben hat. Das IOC verbietet die Ausrichtung von zwei Mega-Sportereignissen im selben Jahr.

Bei seiner Entscheidung gegen die Hauptstadt Aserbaidschans führte das IOC den Mangel an Infrastruktur sowie fehlende Erfahrung in der Ausrichtung eines großen Sportereignisses an. In Baku findet am Samstag der Eurovision Song Contest statt. Daran gibt es unter Verweis auf die Menschenrechtsverletzungen in dem Land viel Kritik. Eine nähere Begründung für seine Entscheidung gegen Doha gab es vom IOC nicht. In Katar findet 2022 die Fußballweltmeisterschaft statt. Auch bei der Bewerbung um die Olympischen Sommerspiele 2016 waren Baku und Doha aussortiert worden.

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