Berlin/Marburg (AFP) - Die frühere Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) bewirbt sich um den Bundesvorsitz der Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung. Die 62-Jährige, die bislang die einzige Kandidatin ist, stellt sich auf der Mitgliederversammlung der Lebenshilfe Ende September in Marburg zur Wahl für eine vierjährige Amtszeit, wie der Verband mitteilte. Der bisherige Vorsitzende Robert Antretter tritt nach zwölf Jahren an der Spitze des Verbands nicht mehr an.
Schmidt ist Lehrerin für Sonderpädagogik mit dem Schwerpunkt Rehabilitation lernbehinderter und erziehungsschwieriger Kinder. Die SPD-Bundestagsabgeordnete setzt sich seit langem für behinderte Menschen und ihre Familien ein, sie ist Mitglied der Lebenshilfe in ihrer Heimatstadt Aachen.
Mit rund 135.000 Mitgliedern zählt die Lebenshilfe nach Angaben des Verbands zu den größten deutschen Selbsthilfeorganisationen; von ihren Einrichtungen und Diensten werden mehr als eine Million behinderte Menschen und ihre Angehörigen direkt oder indirekt betreut.