Richterin hebt Freilassung auf Kaution im Betrugsprozes wieder auf

Umstrittener US-Investor Shkreli muss wegen Bedrohung Clintons in Haft

New York (AFP) - Der umstrittene US-Pharma- und Hedgefondsmanager Martin Shkreli muss ins Gefängnis, weil er im Internet dazu aufgerufen hatte, Hillary Clinton eine Haarsträhne auszureißen. Shkreli war im August des Finanzbetrugs schuldig gesprochen worden, blieb aber gegen eine Millionenkaution bis zur Urteilsverkündung im Januar auf freien Fuß. Richterin Kiyo Matsumoto hob die Freilassung nun wieder auf, wie ein Sprecher des Bundesanwalts von Brooklyn am Mittwoch mitteilte.
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Umstrittener US-Pharmamanager Martin Shkreli © AFP

Der für sein bizarres Verhalten berüchtigte 34-Jährige hatte im September über Facebook dazu aufgerufen, der damaligen US-Präsidentschaftskandidatin Clinton eine Strähne auszureißen. Er bot eine Belohnung von 5000 Dollar. In einem Schreiben an die Richterin entschuldigte sich Shkreli am Dienstag für seinen "schlechten Scherz".

Matsumoto ließ sein Argument jedoch nicht gelten, sie stufte die Online-Posts als "Aufruf zu einem tätlichen Angriff" ein und bezeichnete Shkreli als Gefahr für die Allgemeinheit. Auf sein Urteil am 16. Januar muss er nun in Haft warten.

Shkreli wurde vor zwei Jahren als "meistgehasster Mann der USA" betitelt, weil er als damaliger Chef des Pharmaunternehmens Turing den Preis eines Aids-Medikaments mutwillig um mehr als das 50-fache erhöht hatte. Dieser Skandal ist aber nicht Gegenstand des jetzigen Prozesses.

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