Der SPD-Chef kündigte an, Abstriche in seinem Terminkalender zu machen: "Da werden künftig auch mal Termine ausfallen, wenn Marie krank ist und meine Frau arbeiten muss."
Für unvereinbar hält Gabriel demnach eine theoretische Doppelbelastung als Vater und Bundeskanzler: "Die Funktion des Regierungschefs der größten Volkswirtschaft Europas lässt wenig Freiraum für irgendetwas anderes", sagte er der "BamS". "Das geht nur, wenn der Partner oder die Partnerin sagt: Für ein paar Jahre akzeptiere ich das und halte dir den Rücken frei." Für Gabriel, der als möglicher Kanzlerkandidat seiner Partei gilt, stehe das Thema Kandidatur "aber jetzt nicht an".
Der SPD-Chef räumte ein, dass der Großteil der Erziehung in den Händen seiner Lebensgefährtin liegen werde. "Weder meine Frau noch ich machen uns etwas vor: Völlig gerecht wird es bei der partnerschaftlichen Aufteilung der Aufgaben nicht zugehen, solange ich in einer politischen Spitzenposition bin."
Gabriel zeigte sich von Maries Geburt überwältigt. Seine Tochter bedeute ihm "alles". Das klinge zwar "etwas pathetisch, aber irgendwie ist es schon so. Wie bei allen Eltern, so hat auch unser Leben einen völlig neuen Mittelpunkt bekommen - auch in der Nacht." Gabriel beteuerte, er wolle sich "so viel wie irgend möglich" um seine Tochter kümmern, "denn es ist ein wunderbares Geschenk, in meinem Alter noch einmal Vater werden zu dürfen."
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