US-Regisseur erinnert sich an Kindheits-Hörerlebnisse

Woody Allen schwärmt vom Radio

New York (AFP) - Der US-Regisseur Woody Allen ist in seiner Kindheit stark vom Radio geprägt worden. "Als ich ein Kind war, war das Radio alles, was wir hatten", sagte der 76-Jährige in New York bei der Vorführung seines Films "Radio Days" aus dem Jahr 1987. "Wenn ich mich anzog, wenn ich frühstückte, war das Radio immer an."
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Woddy Allen © AFP

Eine der härtesten Strafen sei gewesen, eine Woche lang kein Radio hören zu dürfen. Das Schönste hingegen sei gewesen, "sich krank zu stellen und zwölf Stunden lang Radio hörend im Bett zu liegen", berichtete der gebürtige New Yorker.

Dabei seien viele Radiosendungen, die er so sehr geliebt habe, "miserabel" gewesen. "Wie konnte ich sie so mögen?", fügte Allen unter dem Gelächter des Publikums hinzu. "Wir waren unschuldig, wir dachten, das Radio beendet alle Kriege", weil es die Menschen vereinte. Zu seinen weiteren "komischen kleinen Leidenschaften" zählten Zaubertricks, sagte Allen. "Diese riesige Zeitverschwendung" habe er sich seit seiner Kindheit bewahrt.

Auf die Frage, warum er so viele Rollen für Frauen geschrieben habe, sagte Allen, dies sei durch seine Begegnung mit der Schauspielerin Diane Keaton ausgelöst worden. "Sie hat mich so beeindruckt. Ich sagte mir, wenn ich für sie schreiben kann, kann ich für alle Frauen schreiben", sagte Allen, der zehn Jahre lang mit Keaton liiert war. Der Regisseur und Drehbuchautor ist bei der am Sonntag stattfindenden Oscar-Verleihung vier Mal für seinen Film "Midnight in Paris" nominiert.

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