"Wir müssen die Akzeptanz der kleinkindlichen Früherkennungsuntersuchung stärken, insbesondere in sozial schwachen Familien und bei alleinerziehenden Müttern", forderte der Experte. Auch der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Kasse, Rolf-Ulrich Schlenker, mahnte: "Wir müssen aufpassen, dass gerade die Kleinsten nicht vom zahnmedizinischen Fortschritt abgehängt werden." Insbesondere die Gruppenvorsorge in den Kindergärten müsse systematisch ausgebaut werden.
Der Studie zufolge, die auf den Daten von mehr als acht Millionen Versicherten der Barmer GEK aus dem Jahr 2010 basiert, beteiligten sich in der Altersgruppe der Sechs- bis 18-Jährigen 68 Prozent an individuellen Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt. "Auch hier müssen wir zusehen, dass die Beitragsgelder noch bedarfsgerechter eingesetzt werden und wir nicht die Zweidrittelversorgung riskieren", erklärte Schlenker.
Über alle Altersgruppen hinweg nahm 2010 fast jeder Zweite die jährliche Vorsorge beim Zahnarzt mitsamt Stempel im Bonusheft seiner Krankenkasse in Anspruch. Die aktuelle Untersuchung bestätigte zudem Ergebnisse der Vorjahres-Studie, wonach Männer seltener im Zahnarztstuhl Platz nehmen als Frauen: Während 2010 rund 74 Prozent der Frauen einen Zahnarzt aufsuchten, waren es bei den Männern gerade mal 66 Prozent.
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