Es sei bewiesen, dass Patek an einer "bösartigen Verschwörung" beteiligt gewesen sei, indem er Waffen und Munition für die Terroranschläge besorgt habe, urteilte das Gericht. Patek wurde in dem von hohen Sicherheitsvorkehrungen begleiteten Prozess in allen sechs Anklagepunkten schuldig gesprochen. Ihm war unter anderem eine Beteiligung an der Mischung des Sprengstoffs für die Attentate auf Bali vorgeworfen worden.
Sein Mandant sei "sehr enttäuscht" über die Höhe des Strafmaßes und halte es für zu hoch, sagte sein Anwalt, Asludin Hatjani, nach der Urteilsverkündung der Nachrichtenagentur AFP. Das Gericht habe nach Auffassung Pateks nicht genügend gewürdigt, dass dieser geständig gewesen sei und seine Taten bedauert habe.
Die Staatsanwaltschaft hatte allerdings berücksichtigt, dass Patek Reue zeigte und in dem Prozess eine lebenslange Haftstrafe für den 45-jährigen gefordert. Ursprünglich hatte die Anklage die Todesstrafe für Patek gefordert. 2008 waren in Indonesien drei als Drahtzieher der Bali-Attentate zum Tode verurteilte Männer hingerichtet worden.
Patek soll Mitglied der mit Al-Kaida verbundenen südostasiatischen Extremistenorganisation Jemaah Islamijah sein. Nach Jahren auf der Flucht wurde Patek im Januar 2011 im pakistanischen Abbottabad gefasst, wo sich auch Al-Kaida-Chef Osama bin Laden bis zu seiner Tötung versteckt gehalten hatte. Bei den Terroranschlägen auf der indonesischen Urlaubsinsel Bali 2002 waren waren 202 Menschen getötet worden, darunter viele Touristen.
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