Ein hochrangiger Vertreter der Sicherheitskräfte in Kabul bestätigte den Vorfall. Die NATO erklärte, sie gehe den Vorwürfen nach. Zivile Opfer in Afghanistan führten in der Vergangenheit bereits mehrfach zu schweren Verstimmungen zwischen der NATO und der Regierung in Kabul. Erst Anfang Mai hatte die NATO die Verantwortung für den Tod einer sechsköpfigen Familie in der südlichen Provinz Helmand übernommen. Afghanistans Präsident Hamid Karsai hatte den USA zuvor damit gedroht, ein zwischen beiden Staaten geschlossenes Abkommen über eine langfristige strategische Partnerschaft aufzukündigen.
Bei mehreren Bombenanschlägen in Afghanistan wurden vier NATO-Soldaten getötet. Wie die NATO-geführte Afghanistantruppe ISAF mitteilte, starben die Soldaten am Samstag bei verschiedenen Explosionen selbstgebauter Sprengsätze im unruhigen Süden des Landes. Zu Details und zur Nationalität der Getöteten äußerte sich die NATO wie üblich nicht.
Seit Jahresbeginn kamen damit laut der unabhängigen Internetseite icasualties.org insgesamt 169 internationale Soldaten in Afghanistan ums Leben. In dem Land am Hindukusch sind derzeit rund 130.000 ausländische Soldaten stationiert. Bis Ende 2014 sollen alle NATO-Kampftruppen abgezogen werden.
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