Der SPD-Verteidigungsexperte Hans-Peter Bartels sagte, eine Ausreise nach Deutschland müsse im Einzelfall geprüft werden. Die Ortskräfte seien nach dem für das Jahr 2014 geplanten Abzug der Bundeswehr eine wichtige Stütze der afghanischen Gesellschaft und würden im Land gebraucht. Sollten sie sich aber bedroht fühlen, "muss man im Einzelfall prüfen, wie man ihnen helfen und sie schützen kann", sagte Bartels. Sollten einige von ihnen nach Deutschland kommen, "wären sie willkommen".
Nach Angaben des Innenministeriums werde im Einzelfall geklärt, "ob infolge der Beendigung der deutschen Präsenz eine relevante Gefährdung eintritt", berichtete die "BamS". "Hat die Gefährdung ihre Ursache in der Arbeit für deutsche Kräfte, werden entsprechende Maßnahmen eingeleitet", hieß es weiter. Nach einer der Zeitung vorliegenden Liste des Verteidigungsministeriums geht es um 1561 Afghanen, unter ihnen Dolmetscher, Köche und Gärtner.
Vor drei Wochen hatten sich bereits die Koalitionspolitiker Elke Hoff (FDP) und Ernst-Reinhard Beck (CDU) dafür ausgesprochen, den Helfern auf Wunsch eine Ausreise nach Deutschland zu ermöglichen.
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