Tebboune seit einem Monat in deutscher Klinik in Behandlung

Algeriens Präsident steht nach Corona-Therapie in Deutschland vor Rückkehr in Heimat

Algier (AFP) - Der wegen einer Corona-Infektion in Deutschland behandelte algerische Präsident Abdelmadjid Tebboune will bald in seine Heimat zurückkehren. Der 75-Jährige habe das Krankenhaus verlassen und werde "in den kommenden Tagen" nach Algerien fliegen, erklärte die Präsidentschaft am Montag. Tebboune sei "auf dem Weg der Erholung".

Algeriens Präsident Tebboune Bild anzeigen Algeriens Präsident Tebboune © AFP

Tebboune war Ende Oktober nach einem Corona-Verdacht bei mehreren seiner Mitarbeiter für medizinische Untersuchungen in eine Klinik nach Deutschland gebracht worden. Wenige Tage später erklärte sein Büro dann, dass sich der Präsident mit dem neuartigen Coronavirus infiziert habe.

Seitdem wurden nur in unregelmäßigen Abständen Informationen über Tebbounes Gesundheitszustand veröffentlicht. Seine lange Abwesenheit führte zu Spekulationen über ein Machtvakuum in Algerien.

Monatelange Proteste in dem nordafrikanischen Land hatten im April vergangenen Jahres zum Sturz des langjährigen Präsidenten Abdelaziz Bouteflika geführt. Im Dezember wurde Tebboune zum neuen Staatschef gewählt - er gilt aber als enger Vertrauter Bouteflikas.