Die Anklage beruht dem Sprecher zufolge noch auf zwei weiteren Songs der CD "Adolf Hitler lebt". In einem Lied gehe es darum, dass Türken nach Istanbul abgeschoben werden sollten. In einem dritten Song werde behauptet, dass im Konzentrationslager Auschwitz keine Juden ermordet worden seien. Es wurde dem Sprecher der Staatsanwaltschaft zufolge bislang nur der Sänger der Gruppe angeklagt, weil er für die Texte verantwortlich sein soll.
Die aus Thüringen stammenden Neonazis Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe werden für die Morde an neun Migranten und einer Polizistin verantwortlich gemacht. Außerdem werden der Gruppe zwei Sprengstoffanschläge in Köln 2001 und 2004 mit zahlreichen Verletzten zur Last gelegt. Mundlos und Böhnhardt wurden Anfang November vergangenen Jahres nach einem gescheiterten Banküberfall tot in einem Wohnmobil in Eisenach aufgefunden. Zschäpe stellte sich später der Polizei. Die Bundesanwaltschaft will voraussichtlich im Herbst Anklage wegen der Mordserie erheben.
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