Nach der Detonation des Sprengsatzes breitete sich eine schwarze Rauchwolke in dem Laden aus, wie Dubois sagte. Die Angreifer hätten dann den Laden verlassen und dabei einen Stein durch die Glastür geworfen. Bei der Detonation wurde ein Mensch durch "Glas- oder Gipssplitter" leicht verletzt, er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Drei Menschen, vermutlich Kunden, erlitten einen Schock. Die Täter konnten noch nicht gefasst werden.
Die Polizei hatte nach dem Anschlag zunächst von einer "schwachen Granate" gesprochen, ohne genauere Angaben zu machen. Ein Vertreter der jüdischen Gemeinde Sarcelles sprach von einer "Gipsgranate", wie sie zu Übungszwecken etwa von Streitkräften verwendet wird, es sei aber kein brennbarer oder explosiver Sprengkörper gewesen.
Der Hintergrund der Attacke ist noch unklar. Der Rat jüdischer Institutionen in Frankreich (Crif) schloss aber einen Zusammenhang mit den weltweiten Protesten von Muslimen gegen einen islamfeindlichen Film aus den USA nicht aus. Am Mittwoch hatte zudem die Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen in der französischen Satire-Zeitung "Charlie Hebdo" für Sorge vor Ausschreitungen in muslimischen Ländern oder durch Muslime in Frankreich gesorgt.
In der nördlich von Paris gelegenen Stadt Sarcelles, die auch als "Klein-Jerusalem" bezeichnet wird, leben viele aus Nordafrika eingewanderte Juden.
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