Cook verteidigt Sperrung wegen Aufrufen zur Gewalt

Apple-Chef: Parler könnte nach Reform wieder im App-Store angeboten werden

Washington (AFP) - Apple-Chef Tim Cook will dem rechten Onlinedienst Parler auf seinen Plattformen noch eine Chance geben. "Wenn sie ihre Moderationspolitik ändern, können sie zurückkommen", sagte Cook am Sonntag im Interview mit dem Sender Fox News. In den Apple-Diensten sei der vor allem von Rechten genutzte Dienst nur gesperrt, aber nicht gelöscht worden, betonte Cook.
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Umstrittenes Netzwerk Parler © AFP

Zugleich verteidigte der Apple-Chef die Entscheidung, Parler nach der Erstürmung des Kapitols durch militante Anhänger des scheidenden US-Präsidenten Donald Trump zu sperren. Apple habe die über Parler verbreiteten "Aufrufe zur Gewalt" gesichtet und entschieden, dass es eine "Grenze zwischen Meinungsfreiheit und Anstiftung zur Gewalt" gebe, sagte Cook.

Nach dem gewaltsamen Sturm auf das US-Kapitol hatte der US-Onlineriese Amazon Parler von seinem Server gelöscht. Dagegen geht Parler gerichtlich vor.

Der 2018 gestartete Dienst Parler war zunächst eine Heimat für Rechtsextremisten. Seitdem aber Netzwerke wie Facebook und Twitter aktiv gegen Falschmeldungen sowie rassistische und gewaltverherrlichende Inhalte vorgehen, haben Plattformen wie Parler, Newsmax und Rumble Zulauf bekommen. Unter anderem wanderten Unterstützer Trumps auf die Plattformen ab.

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