Hundt reagierte damit auf Äußerungen von Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP), der zuvor erklärt hatte, eine gute Pflege gebe es "nicht zum Nulltarif". Bahr will die bestehende gesetzliche Versicherung durch eine verpflichtende private Zusatzvorsorge ergänzen und damit die Eigenvorsorge stärken.
Der Pflegeexperte der Unionsfraktion im Bundestag, Willi Zylajew, kritisierte die Arbeitgeber. Diese wollten zwar qualifizierte und flexible Beschäftigte. Selbst seien sie aber nicht bereit, einen verlässlichen Beitrag zur pflegerischen Versorgung von deren Angehörigen zu leisten, sagte der CDU-Politiker der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Dienstag.
Zugleich verteidigte er die Pläne zur Einführung eines Kapitalstocks zur Finanzierung der Pflegeversicherung. Diese Demographie-Reserve zur Stärkung der Eigenvorsorge sei gerade angesichts der geburtenstarken Jahrgänge 1949 bis 1969 nötig, die in absehbarer Zeit Pflegeleistungen in Anspruch nehmen müssten, sagte der Unionsexperte. Bahr will im September die Eckpunkte für die geplante Pflegereform vorlegen.
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