Syriens Präsident gibt früherer Al-Nusra-Front die Schuld

Assad macht Dschihadistengruppe für Anschlag auf Busse verantwortlich

Moskau (AFP) - Syriens Präsident Baschar al-Assad macht für den schweren Anschlag vom Osterwochenende mit mehr als 120 Toten Dschihadisten des ehemaligen Al-Kaida-Ablegers Al-Nusra-Front verantwortlich. "Es war die Al-Nusra-Front, sie haben es von Anfang an nicht verheimlicht", sagte Assad der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti in einem am Freitag veröffentlichten Interview. Die inzwischen in Fateh-al-Scham-Front umbenannte Gruppierung kämpft wie die rivalisierende Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) gegen die syrischen Truppen.
Aufnahme vom Anschlagsort in Raschidin Bild anzeigen
Aufnahme vom Anschlagsort in Raschidin © AFP

"Jeder stimmt zu, dass es Nusra war", sagte Assad weiter. Bei dem Anschlag am Kontrollpunkt Raschidin waren am Ostersamstag mehr als 120 Menschen getötet und mehrere hundert weitere verletzt worden. Unter den Todesopfern sind fast 70 Kinder.

Nach Angaben des UN-Sonderbeauftragten für Syrien, Staffan de Mistura, hatten sich die Urheber als Helfer verkleidet und gezielt Kinder angezogen. Zu dem Selbstmordanschlag bekannte sich bislang niemand.

Die meisten Opfer des Anschlags waren Bewohner der Städte Fua und Kafraja, die mit Bussen aus den beiden seit Jahren von Rebellen belagerten Orten in Sicherheit gebracht werden sollten.

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