Australiens Außenminister sprach mit US-Beamten

Assange: Keine Hinweise für Auslieferung in USA

Sydney (AFP) - Die australische Regierung verfügt nach eigenen Angaben über keine Hinweise hinsichtlich eines geplanten Auslieferungsantrags der USA für Wikileaks-Mitbegründer Julian Assange. Er habe das Thema gegenüber US-Beamten mehrfach angesprochen und keine Hinweise darauf erhalten, dass die USA einen Auslieferungsantrag stellen wollten, sobald Assange von Großbritannien an Schweden ausgeliefert werden sollte, sagte der australische Außenminister Bob Carr dem Sender ABC.
Julian Assange Bild anzeigen
Julian Assange © AFP

Zwar sei es möglich, dass die USA einen Auslieferungsantrag erst "im letzten Moment" bekanntgeben würden, sagte Carr. Seien die USA aber wirklich an Assanges Auslieferung interessiert, hätten sie einen entsprechenden Antrag innerhalb der zwei Jahre stellen können, in denen Assange sich in Großbritannien aufhielt.

Assange droht derzeit eine Auslieferung von Großbritannien an Schweden, wo ihm Sexualdelikte zur Last gelegt werden. Der 40-jährige Australier fürchtet aber, letztlich an die USA ausgeliefert und dort wegen der brisanten Enthüllungen durch seine Website Wikileaks verfolgt zu werden. Am Dienstag hatte Assange in der Botschaft Ecuadors in London Zuflucht gesucht und einen Antrag auf politisches Asyl gestellt.

Bewerten Sie diesen Artikel

0.0
0,0 (0 Stimmen)

Möchten Sie diesen Artikel

Versenden Drucken
Anzeige

Noch keine Kommentare vorhanden

Zu diesem Artikel wurde noch kein Kommentar hinterlassen, schreiben Sie doch den ersten.

Diesen Artikel versenden

Absender-E-Mail:*
Empfänger-E-Mail:*
Nachricht:*

* Pflichtfelder
Als Startseite festlegen Facebook Twitter RSS-Feeds Mobile