"Vorstufe eines Genickbruchs" durch Tritte gegen Kopf

Attacke in Berlin: Indonesier lebensgefährlich verletzt

Berlin (AFP) - Ein 23-jähriger Indonesier ist am Sonntagmorgen in Berlin lebensgefährlich verletzt worden, als drei Männer ihn schlugen und gegen den Kopf traten. Wie die Polizei mitteilte, erlitt der Mann einen Bruch des Nasenknochens und Verletzungen eines Halswirbels, die von Ärzten als "Vorstufe eines Genickbruchs" diagnostiziert wurden. Zunächst hatten die Männer den 23-Jährigen mit fremdenfeindlichen Parolen beleidigt. Wegen eines möglichen politischen Hintergrunds der Tat übernahm der Staatsschutz die Ermittlungen.
Fremdenfeindliche Attacke auf indonesier in Berlin Bild anzeigen
Fremdenfeindliche Attacke auf indonesier in Berlin © AFP

Laut Polizei ereignete sich der Vorfall am frühen Sonntagmorgen im Szenestadtteil Prenzlauer Berg. Der 23-Jährige fragte gegen 05.20 Uhr eine Frau nach dem Weg und lud diese anschließend zu einem Kaffee ein. Die drei Männer, die sich in der Nähe befanden, kommentierten das Gespräch den Angaben zufolge mit fremdenfeindlichen Parolen.

Zeugen hätten berichtet, dass der 23-Jährige daraufhin "sehr aggressiv" geworden und auf das Trio losgegangen sei, erklärte die Polizei. Einer der drei Männer habe dem Indonesier daraufhin einen Faustschlag ins Gesicht versetzt, wonach dieser zu Boden ging. Darauf trat einer der Männer den Mann gegen den Kopf. Anschließend flüchteten die drei Unbekannten. Der Mann wurde ins Krankenhaus gebracht und musste operiert werden.

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