Nach dem Zweiten Weltkrieg waren die Rechte an "Mein Kampf" und anderen nationalsozialistischen Hetzschriften an den Freistaat Bayern gefallen. Die seither regierenden bayerischen Landesregierungen stemmten sich rigoros gegen alle in Deutschland versuchten Nachdrucke. Weil die Urheberrechte nach 70 Jahren verfallen, ist ab 2015 die im Nationalsozialismus in Millionenauflagen erschienene Hetzschrift aber nicht mehr geschützt. Ein Runder Tisch entschied nun, eine wissenschaftlich kommentierte Ausgabe und eine ebenfalls kommentierte Schulausgabe zu erstellen.
Graumann sagte, die Pläne zum Umgang mit "Mein Kampf" seien "ein sehr gutes Konzept". "Es wird kompetent kommentiert - ich glaube, das sollte wir begrüßen." Hitler hatte nach seinem erfolglosen Putsch 1924 während einer Festungshaft mit der Arbeit an "Mein Kampf" begonnen und das Buch nach seiner Freilassung beendet. Die Hetzschrift erreichte eine Millionenauflage; auch, weil sie nach der Machtergreifung Hitlers jedem Brautpaar statt der Bibel auf dem Standesamt geschenkt wurde.
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