Private Krankenversicherungen mussten sich nicht beteiligen

Bericht: Mindestens zwei Milliarden Euro Kosten für Krankenkassen durch Corona

Berlin (AFP) - In Zusammenhang mit der Corona-Pandemie sind für das deutsche Gesundheitssystem zusätzliche Kosten von mindestens zwei Milliarden Euro entstanden. Das geht laut einem Bericht der Düsseldorfer "Wirtschaftswoche" aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion hervor. Getragen würden diese Kosten allein von den gesetzlichen Krankenkassen, private Krankenversicherungen blieben außen vor, hieß es dazu weiter.
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Corona kostet Krankenkassen zwei Milliarden Euro © AFP

Die von der Regierung mit Gesetzen und Verordnungen bestimmten Sonderausgaben werden demnach aus der Reserve des Gesundheitsfonds gespeist, in den die gesetzlich Krankenversicherten in Deutschland einzahlen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernahmen dem Bericht zufolge aufgrund von Entscheidungen der Bundesregierung etwa Kosten für nicht genutzte Intensivbetten in den Krankenhäusern von 556 Millionen Euro und Überbrückungshilfen für Physiotherapeuten, Logopäden und andere Heilberufe von bisher 814 Millionen Euro.

Rund zehn Prozent der Menschen in Deutschland sind allerdings in einer privaten Krankenversicherung (PKV), vor allem Beamte, Gutverdiener und Selbstständige. Die Bundesregierung erklärt deren fehlende Beteiligung der Antwort zufolge damit, dass die Privatassekuranz Versicherten nur entstandene Kosten erstatte und "dass Leistungen in der PKV regelhaft einen Einzelleistungsbezug aufweisen". Dass die Versorgung sicher funktioniere, werde "im Wesentlichen aus der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds bezahlt", hieß es dem Bericht zufolge.

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