Vor Tagung von Gesundheitspolitikern

Bericht: Union will Schönheits-OPs unter 18 verbieten

Frankfurt/Main (AFP) - Die Union will einem Pressebericht zufolge einen neuen Anlauf für ein Verbot von Schönheitsoperationen bei Minderjährigen unternehmen. Die Neuregelung solle in das neue Patientenrechtegesetz aufgenommen werden, das die Regierung derzeit vorbereitet, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf einen Beschlussentwurf der Gesundheitspolitiker der Union. Dieser solle bei einer Klausurtagung am Freitag verabschiedet werden.
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Schönheitsoperation © AFP

Nach Angaben der Zeitung würden unter das Verbot etwa Brustvergrößerungen fallen, nicht aber Piercings. In dem Text wird die Vereinigung Deutscher Plastischer Chirurgen zitiert, nach deren Angaben zehn Prozent aller schönheitschirurgischen Eingriffe an Patienten unter 20 Jahren vorgenommen würden. "Selbst bei einer ordnungsgemäßen Aufklärung ist nicht sichergestellt, dass sich der Jugendliche der Reichweite seines Entschlusses bewusst ist", heißt es in dem Entwurf.

Zudem soll laut "FAZ" die nicht geschützte Bezeichnung "Schönheitschirurgie" klar definiert und geschützt werden. So könnten Verbraucher vor unqualifizierter Behandlung bewahrt werden. Die Gesundheitspolitiker von CDU und CSU wollen auf der Klausurtagung demnach außerdem die Einrichtung eines Entschädigungsfonds für Opfer sogenannter ärztlicher Kunstfehler fordern. So solle sichergestellt werden, dass schwer Geschädigte nicht das Ende von Gerichtsverfahren abwarten müssen, bevor sie Schadensersatz bekommen.

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