In Röslers engstem Umfeld wurde dies zurückgewiesen. "Der Parteichef denkt an seine Aufgaben, aber nicht an Aufgabe", hieß es. Jetzt gelte es unter anderem, sich auf erfolgreiche Regierungsarbeit zu konzentrieren. Die Vizechefin der NRW-FDP, Gisela Piltz, nannte es auf "Handelsblatt Online" "blanken Unsinn", jetzt Personaldebatten zu führen.
Zu denen, die Rösler stürzen wollen, zählen laut "Spiegel" Minister, Landesvorsitzende und Präsidiumsmitglieder, angeführt werde der Aufstand von Liberalen aus Bayern, Baden-Württemberg und Hessen. Nach dem Willen der Putschisten soll Fraktionschef Rainer Brüderle den Parteivorsitz übernehmen, hieß es in dem Bericht weiter.
Ein Szenario laute, dass die Bundestagsfraktion auf einer Klausurtagung im Herbst den Druck auf den Parteichef so erhöhen könnte, dass der aus dem Amt scheiden müsse. "Es ist keine einfache Operation, aber eine notwendige", sagte ein Mitglied der Fraktionsführung dem "Spiegel".
Rösler selbst hatte sich trotz seiner schwachen Beliebtheitswerte noch am Freitag zuversichtlich gezeigt und gesagt, "um das Durchhalten mache ich mir überhaupt keine Sorgen". Im jüngsten ARD-Deutschlandtrend zeigten sich nur noch 16 Prozent der Befragten mit Röslers Arbeit zufrieden, das ist sein persönliches Rekordtief.
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