Die Position der EU-Länder, das EU-Assoziierungsabkommen nur nach Fortschritten bei der Rechtsstaatlichkeit in der Ukraine zu ratifizieren, war Ende März in Brüssel von Diplomaten der Mitgliedsstaaten noch einmal abgestimmt und bekräftigt worden.
Westerwelle sagte weiter, er sei in großer Sorge um die im Osten der Ukraine inhaftierte und in einen Hungerstreik getretene Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko. Sie brauche "unverzüglich angemessene medizinische Behandlung", sagte der Außenminister. Deshalb habe er das Angebot erneuert, dass Timoschenko auch in Deutschland ärztliche Behandlung bekommen könne.
Timoschenkos Tochter Jewgenija sagte der Deutschen Welle, die Angehörigen und Anwälte forderten schon seit zwei Monaten, dass ihre Mutter "von einem Arzt ihres Vertrauens" behandelt werden könne. Dies werde von den Behörden aber nicht zugelassen. Jewgenija Timoschenko beklagte, ihr Land sei "einmal auf dem Weg zu mehr Demokratie, auf dem Weg nach Europa" gewesen. Die letzten Entwicklungen seien aber so, "dass wir bald in einem totalitären Land leben", fügte die Timoschenko-Tochter hinzu.
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