Demokrat: Wer als Afroamerikaner für Trump stimmt, ist "nicht schwarz"

Biden sorgt mit Äußerung über afroamerikanische Wähler für Kontroverse

New York (AFP) - Der demokratische US-Präsidentschaftsbewerber Joe Biden hat mit einer Äußerung über afroamerikanische Wähler eine Kontroverse ausgelöst. "Ich sag' Ihnen was: Wenn Sie ein Problem haben, sich zu entscheiden, ob Sie für mich oder Trump sind, dann sind Sie nicht schwarz", sagte der 77-Jährige in der Radiosendung "The Breakfast Club" am Freitag. Anhänger von US-Präsident Donald Trump warfen Biden daraufhin Rassismus vor.
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Joe Biden © AFP

In dem teils hitzigen Interview mit dem beliebten afroamerikanischen Moderator Charlamagne Tha God, der mit bürgerlichem Namen Lenard Larry McKelvey heißt, ging es um Rassismus in den USA. Der Moderator erwiderte auf Bidens Äußerung, es beunruhige ihn, dass "die Demokraten die schwarzen Wählerstimmen für eine Selbstverständlichkeit halten".

Biden entgegnete, er habe durch jahrzehntelange Arbeit in schwarzen Gemeinden deren Wählerstimmen gewonnen und erhalte "überwältigende Unterstützung" von schwarzen Prominenten und Wählern. Tatsächlich genießt der Ex-Vizepräsident wegen seiner acht Jahre als Stellvertreter von Ex-Präsident Barack Obama hohes Ansehen bei Afroamerikanern.

Präsidentensohn Donald Trump Jr. warf Biden im Onlinedienst Twitter eine "ekelhafte und entmenschlichende rassistische Mentalität" vor. Der Senator Tim Scott, der einzige schwarze Republikaner im Senat, verwies darauf, dass 1,3 Millionen Afroamerikaner bei der Wahl 2016 für Trump gestimmt hätten.

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