US-Demokrat setzt im Rennen gegen Trump auf Frau an seiner Seite

Biden will Vize-Kandidatin noch nicht diese Woche verkünden

Washington (AFP) - US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden wird diese Woche noch nicht bekanntgeben, wer seine Kandidatin für das Amt der Vizepräsidentin wird. Das verlautete am Dienstag aus dem Wahlkampfteam des Politikers der oppositionellen Demokraten. Die Entscheidung dürfte aber in der kommenden Woche verkündet werden: Denn am Montag der übernächsten Woche, am 17. August, beginnt der Nominierungsparteitag der Demokraten in Milwaukee im Bundesstaat Wisconsin. Bis dahin muss die Entscheidung stehen.

Bidens hat bei der Suche nach einer Vize-Kandidatin die Qual der Wahl Bild anzeigen Bidens hat bei der Suche nach einer Vize-Kandidatin die Qual der Wahl © AFP

Biden hatte vergangene Woche angekündigt, er werde seinen Beschluss in der ersten August-Woche fassen und dann die Öffentlichkeit informieren. Die meisten Beobachter waren davon ausgegangen, dass auch die Bekanntgabe in dieser Woche erfolgt.

Während die Senatorin Kamala Harris als Favoritin gilt, gibt es noch eine Reihe weiterer Anwärterinnen mit guten Chancen. Am häufigsten genannt werden die frühere Nationale Sicherheitsberaterin Susan Rice, die Abgeordnete Karen Bass sowie die Senatorinnen Elizabeth Warren und Tammy Duckworth.

Als mögliche Kandidatinnen gelten auch die Bürgermeisterin von Georgias Hauptstadt Atlanta, Keisha Lance Bottoms, die Abgeordnete Val Demings sowie die Gouverneurinnen Gretchen Whitmer aus Michigan und Michelle Lujan Grisham aus New Mexico.

Biden hatte schon im März versprochen, mit einer Frau an seiner Seite in den Wahlkampf gegen Präsident Donald Trump zu ziehen. Sollte der 77-jährige Ex-Vizepräsident sich am 3. November gegen den Republikaner durchsetzen, würde damit erstmals in der US-Geschichte eine Frau die Vizepräsidentschaft übernehmen.

Nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz Ende Mai und den landesweiten Anti-Rassismus-Protesten ist zudem der Druck auf Biden gestiegen, auf eine nicht-weiße Kandidatin zu setzen. Der einstige Stellvertreter des ersten schwarzen US-Präsidenten Barack Obama liegt in Umfragen derzeit vor Amtsinhaber Trump, der für seinen Umgang mit der Corona-Krise und den Anti-Rassismus-Protesten scharf kritisiert wird.