Kidnapper töteten Ingenieur offenbar bei Militäreinsatz

Bilfinger Berger bestätigt Tod von Deutschem in Nigeria

Mannheim (AFP) - Der deutsche Baukonzern Bilfinger Berger hat bestätigt, dass es sich bei dem in Nigeria getöteten Deutschen um einen entführten Mitarbeiter des Unternehmens handelte. Der Mann sei seit zehn Jahren an das nigerianische Bauunternehmen Dantata & Sawoe entsandt und in dieser Zeit als Straßenbaupolier auf zahlreichen Baustellen in Nigeria im Einsatz gewesen, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Bilfinger Berger SE, Roland Koch. Der Mann sei am 26. Januar von "Terroristen" in Nigeria entführt worden. Angaben zu den Umständen seines Todes machte das Unternehmen nicht.
Das Haus der Kidnapper nach dem Militäreinsatz Bild anzeigen
Das Haus der Kidnapper nach dem Militäreinsatz © AFP

Nach offiziellen nigerianischen Angaben vom Donnerstag war die Leiche des Deutschen bei einem Militäreinsatz gegen "terroristische Elemente" in der nördlichen Stadt Kano gefunden worden. Er sei "offenbar von den Terroristen getötet" worden, als diese die Sicherheitskräfte entdeckten, hatte die Armee des westafrikanischen Staates mitgeteilt.

Im März hatte sich das Terrornetzwerk Al-Kaida im Islamischen Maghreb (AQMI) zu der Entführung bekannt. Im Gegenzug für eine Freilassung forderte die Gruppe, eine zu dem Zeitpunkt in Deutschland inhaftierte, zum Islam konvertierte Frau freizulassen, drohte aber zugleich mit der Ermordung des Ingenieurs. Bei der Frau handelt es sich um Filiz G., die Ehefrau des sogenannten Sauerland-Bombers Fritz G. Die Frau ist seit Ende April wieder auf freiem Fuß.

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