New Yorker Ex-Bürgermeister in Umfragen zu Demokraten-Vorwahlen auf Platz zwei

Bloomberg nimmt am Mittwoch erstmals an TV-Debatte der US-Demokraten teil

Washington (AFP) - Der demokratische Präsidentschaftsbewerber Michael Bloomberg Michael Bloomberg stellt sich erstmals einer TV-Debatte mit seinen innerparteilichen Rivalen. Der frühere New Yorker Bürgermeister werde an der Diskussionsrunde am Mittwoch in Las Vegas teilnehmen, teilte Bloombergs Wahlkampagne am Dienstag mit. Der Milliardär war erst spät in die demokratischen Vorwahlen eingestiegen - rangiert laut einer neuen Umfrage landesweit aber inzwischen auf dem zweiten Platz hinter Bernie Sanders.
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Michael Bloomberg © AFP

Bloomberg freue sich auf die Debatte in Las Vegas und wolle zeigen, warum er "der beste Kandidat" sei, um US-Präsident "Donald Trump zu besiegen und das Land zu einen", erklärte der Leiter der Bloomberg-Kampagne, Kevin Sheekey. Die "Gelegenheit, seine arbeitsfähigen und erreichbaren Pläne" für die USA zu diskutieren, seien ein "wichtiger Teil" von Bloombergs Kampagne.

Bloomberg, der mit einem Vermögen von 56 Milliarden Dollar als neuntreichster Mann der Welt und als politisch moderat gilt, hatte erst im November seine Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten verkündet. Seine Beliebtheitswerte stiegen in den vergangenen Wochen jedoch rapide an, auch aufgrund der Hunderten von Millionen Dollar, die er in Wahlwerbespots investierte. In der jüngsten vom Sender NPR in Auftrag gegebenen landesweiten Umfrage erreichte er 19 Prozent. Nur der Senator Sanders liegt weiter vorne: Er kommt laut der NPR-Umfrage auf 31 Prozent.

Bloombergs teure Wahlkampagne stößt bei seinen Rivalen auf immer lautere Kritik. Sanders schrieb am Montag im Kurzbotschaftendienst Twitter, "wie jeder andere" habe auch Bloomberg das Recht auf eine Präsidentschaftskandidatur. "Er hat nicht das Recht, die Präsidentschaft zu kaufen", fügte Sanders hinzu.

Bloomberg verfolgt in den Vorwahlen eine ungewöhnliche Strategie: Die ersten vier Abstimmungen im Februar lässt er aus. Stattdessen will er sich auf den "Super Tuesday" am 3. März konzentrieren, an dem 14 Staaten gleichzeitig Vorwahlen abhalten.

Die TV-Debatte in Las Vegas geht der Vorwahl im Bundesstaat Nevada am kommenden Samstag voraus.

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