Umweltschützer setzen auf UN-Gipfel im September

Bonner Klimakonferenz geht mit Fortschritten zu Ende

Bonn (AFP) - Die UN-Klimakonferenz in Bonn ist mit kleinen Fortschritten zu Ende gegangen. Die Umweltschutzorganisation Germanwatch sprach von "klaren Signalen für Bewegung im internationalen Klimaschutz". Vor allem gebe es nun mehr Klarheit über die Art und den Umfang von Klimaschutzmaßnahmen, die die Länder bis März 2015 entwickeln müssten.
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Braunkohlekraftwerk Niederaußem © AFP

Ein europäischer Klima-Unterhändler sprach in Bonn von einer "konstruktiven Atmosphäre" der Gespräche: "Alle wollen eine Einigung, aber der Weg dahin bleibt schwierig."

195 Mitgliedstaaten der UN-Klimakonvention hatten in Bonn zehn Tage lang über einen weltweiten Klimapakt für die Zeit nach 2020 beraten. Dieser soll Ende kommenden Jahres in Paris verabschiedet werden. Ziel ist es, die Erderwärmung auf zwei Grad zu beschränken, was eine Halbierung der Treibhausgases bis zum Jahr 2050 bedeuten würde.

Nach den Verhandlungen in Bonn soll im September ein Klimagipfel der Staats- und Regierungschefs in New York folgen, im Dezember die jährliche UN-Klimakonferenz in Lima. Der politische Germanwatch-Geschäftsführer Christoph Bals forderte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Sonntag auf, ihre Absage einer Teilnahme an dem Gipfel zu überdenken. Sie müsse "nach New York fahren und den Klimaschutz zur Chefsache machen".

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