Die von Bahr und Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) geplante Anhebung des Apothekerhonorars werde den Anforderungen des Versorgungsauftrags der Apotheken "nicht im erforderlichen Umfang gerecht", heißt es in dem Schreiben. Eine pauschale Vergütung der Nacht- und Notdienste anstelle eines Zuschlags pro Rezept sei "gerechter". Der "Welt" sagte Huber: "Landapotheken haben oft weniger Patienten in den Nachtstunden, leisten jedoch die gleichen Dienste wie in der Stadt." Dieser Einsatz müsse künftig besser honoriert werden.
In Regierungskreisen zeigte man sich "erstaunt" über die nun erhobene Forderung. "In der Ressortanhörung des Verordnungsentwurfes war aus den CSU-Ressorts keine Kritik zu hören", hieß es in Berlin.
Beim Honorar geht es um einen festen Zuschlag, den Apotheker für jede Packung eines verschreibungspflichtigen Arzneimittels bekommen, das über den Ladentisch geht. Die Pharmazeuten verlangen der "Welt" zufolge eine Anhebung von 8,10 Euro auf 9,14 Euro, was mehr als 600 Millionen Euro kosten würde. Der Verordnungsentwurf von Bahr und Rösler sieht hingegen vor, nur 190 Millionen Euro auszugeben. Dies würde eine Anhebung des Zuschlags auf 8,35 Euro bedeuten.
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