China beklagt Einmischung in innere Angelegenheiten
China warnt USA nach Flucht Chens vor weiteren Fällen
Peking (AFP) - Nach der Flucht des chinesischen Bürgerrechtlers Chen Guangcheng in die US-Botschaft in Peking hat die chinesische Führung von der Regierung in Washington verlangt, ähnliche Vorkommnisse in der Zukunft zu vermeiden. Die USA sollten "Lehren aus dem bedeutsamen Fall ziehen sowie über ihre Politik und Handlungsweisen nachdenken", sagte ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums. Zudem solle Washington "notwendige Maßnahmen ergreifen, um ähnliche Zwischenfälle zu verhindern".
Sicherheitskräfte vor Klinik in Peking
© AFP
Der blinde Menschenrechtsaktivist Chen hatte nach einer vierjährigen Haftstrafe seit September 2010 unter Hausarrest gestanden. Am 22. April floh er jedoch und fand Zuflucht in der US-Botschaft in Peking. Am Mittwoch verließ der 40-Jährige die Botschaft und wurde in ein Pekinger Krankenhaus gebracht. Dort fühlte er sich nach eigenen Angaben aber bedroht. Laut Chinas Regierung, die Washington bereits Einmischung in innere Angelegenheiten vorwarf und eine Entschuldigung forderte, kann Chen nun einen Ausreiseantrag stellen.
Artikel vom 07.05.2012
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