Ministerium bewilligt Zahlungen - und räumt technische Probleme ein

Corona-Zuschüsse für Studierende in Not sollen bald fließen

Berlin (AFP) - Nach längeren Anlaufschwierigkeiten sollen Studierende in Notlage noch in diesem Monat Corona-Zuschüsse des Bundes in Höhe von bis zu 500 Euro monatlich beantragen können. Das Deutsche Studierendenwerk habe am Freitag rückwirkend zum 15. Mai die Bewilligung zur Auszahlung erhalten, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesbildungsministerium, Michael Meister, der Nachrichtenagentur AFP. "Damit sind die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die Überbrückungshilfe noch im Juni starten kann."
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Student auf Uni-Campus © AFP

Die Hilfen könnten zunächst für die Monate Juni, Juli und August über die Studierendenwerke beantragt werden und müssten nicht zurückgezahlt werden, sagte Meister. Oppositionspolitiker und Studierendenvertreter hatten zuvor scharfe Kritik an dem späten Beginn der Zahlungen geübt und dem Ministerium vorgeworfen, die Studierenden im Stich zu lassen.

Der Staatssekretär räumte gegenüber AFP Probleme ein: "Ein neues Antragssystem und seine technischen Voraussetzungen aufzubauen, ist naturgemäß nicht ohne Tücken." Der Zuschuss solle "schnellstmöglich beantragt und ausgezahlt werden können", sagte er. Einen Termin zum Start der Auszahlung nannte er noch nicht. Das Ministerium sei aber "auf der Zielgeraden".

Von den Zuschüssen sollen Studierende profitieren, die wegen der Corona-Krise ihre Jobs verloren haben und keinen Anspruch auf andere ausreichende Unterstützung haben. Die Hilfen sollen die Zeit überbrücken, bis die Empfänger eine neue Einkommensquelle haben. Am Dienstag will das Ministerium eine Telefon-Hotline und eine Email-Adresse freischalten, an die sich Betroffene wenden können.

Meister betonte, dass Studierenden bereits dadurch geholfen werde, dass die Bildungskredite der KfW bis Ende März 2021 zinslos gestellt worden seien. Alleine die Anträge für den Monat Mai umfassten hier ein Finanzvolumen von über 167 Millionen Euro.

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