Vorbereitungstreffen in Wien zu Konferenz 2015

Expertentreffen in Wien gegen Verbreitung von Atomwaffen

Wien (AFP) - In Wien haben sich rund tausend Delegierte aus 190 Staaten versammelt, um eine Überprüfung der Umsetzung des Atomwaffensperrvertrags (NPT) vorzubereiten. Wie die Vereinten Nationen mitteilten, sollten auf dem bis zum 11. Mai dauernden Vorbereitungstreffen Handlungsvorschläge für eine Konferenz im Jahr 2015 erarbeitet werden. Derartige Konferenzen finden alle fünf Jahre statt.
Protest gegen nordkoreanische Atomwaffe in Seoul Bild anzeigen Protest gegen nordkoreanische Atomwaffe in Seoul © AFP

Der NPT war 1970 in Kraft getreten und 1995 dauerhaft verlängert worden. Das Abkommen soll die Verbreitung von Atomwaffen verhindern, die globale nukleare Abrüstung befördern und die Kooperation bei der friedlichen Nutzung von Atomenergie unterstützen. Nach Ansicht von Kritikern ist der NPT jedoch gescheitert, da insbesondere Russland und die USA keine ernsthaften Anstrengungen zur Reduzierung ihres Atomarsenals unternehmen.

Zudem hat sich mit Eintritt von Indien, Pakistan und Nordkorea der Kreis der Atommächte in den vergangenen Jahrzehnten weiter erweitert. Derzeit wird der Iran verdächtigt, ebenfalls nach Atomwaffen zu streben. In der Vergangenheit sollen auch Ägypten, Nigeria, Syrien, Südafrika, Argentinien, Libyen und Taiwan ein Atomwaffenprogramm betrieben haben. Kasachstan, Weißrussland und die Ukraine dagegen gaben ihre von der Sowjetunion geerbten Atomwaffen freiwillig ab.

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