Kolumbiens Präsident: Abschuss ist "unwahrscheinlich"

FARC will Kampfflugzeug der Armee abgeschossen haben

Popayan (AFP) - Die kolumbianische FARC-Guerilla hat nach eigenen Angaben ein Kampfflugzeug der kolumbianischen Luftwaffe abgeschossen. Die Rebellen führten eine Delegation des Internationalen Roten Kreuzes sowie Journalisten zu dem Wrack des Flugzeugs vom Typ Super Tucano in der Bergregion der östlichen Provinz Cauca und übergaben ihnen die Überreste eines der beiden Piloten sowie seine Dienstmarke, wie ein AFP-Fotograf berichtet.
Super-Tucano-Flugzeuge Bild anzeigen
Super-Tucano-Flugzeuge © AFP

Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos bezeichnete es als "sehr unwahrscheinlich", dass die Rebellen über die notwendigen Kapazitäten verfügten, ein solches Flugzeug abzuschießen. Nach Angaben der Behörden könne so ein Kampfjet nur mit Hilfe von Boden-Luft-Raketen abgeschossen werden, die die FARC nicht besäßen. Die Rebellen hätten lediglich "die Situation ausgenutzt", sagte der Luftwaffengeneral Tito Pinilla. "Alles, was wir haben, ist ein verunglücktes Flugzeug und wir müssen erst herausfinden, was genau passiert ist."

Das Flugzeug war am Mittwochabend von der Luftwaffe als vermisst gemeldet worden. Es sollte die Truppen bei Gefechten gegen die Guerilla in Cauca unterstützen, wo diese besonders aktiv ist. Die FARC wurde 1964 gegründet und gilt als bedeutendste Rebellenorganisation Kolumbiens. Ihr gehören nach Angaben aus Bogotá noch rund 9200 Kämpfer an, die vor allem in den Gegenden an den Grenzen zu Venezuela und Ecuador aktiv sind.

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