Regierung hält Schulen nicht für Ansteckungsherde

Frankreich verschärft Corona-Maßnahmen an Gymnasien

Paris (AFP) - Angesichts eines neuen Höchststands von mehr als 58.000 Corona-Neuinfektionen verschärft Frankreich die Maßnahmen an Gymnasien. Diese sollen den Unterricht teilweise digital abhalten, wie die Regierung am Freitag nach Protesten an einer Reihe von Schulen mitteilte. Mindestens 50 Prozent des Unterrichts müsse aber weiterhin in den Klassen stattfinden, betonte Bildungsminister Jean-Michel Blanquer.
Polizei und Psychologen begleiten den ersten Schultag seit Ermordung des Lehrers Paty Bild anzeigen
Polizei und Psychologen begleiten den ersten Schultag seit Ermordung des Lehrers Paty © AFP

In Frankreich gilt seit einer Woche ein neuer Lockdown, die Schulen bleiben aber anders als im Frühjahr offen. In den vergangenen Tagen hatten hunderte Gymnasiasten vor allem im Westen des Landes gegen mangelnde Schutzmaßnahmen protestiert und ihre Schulen zeitweise blockiert. Für Dienstag hat eine Lehrergewerkschaft zu landesweiten Protesten aufgerufen.

Bildungsminister Blanquer bestritt, dass die Schulen ein Ansteckungsherd seien: Derzeit gebe es gut 3500 mit Corona infizierte Schüler und gut 1160 betroffene Lehrer, sagte er. Angesichts der Gesamtzahl von zwölf Millionen Schülern seien die Fälle "unter Kontrolle". Experten gehen allerdings von einer hohen Dunkelziffer aus, da Kinder und Jugendliche oft keine Symptome haben.

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