Auf Saint-Pierre und Miquelon öffneten die insgesamt vier Wahllokale für die 4923 eingetragenen Wähler. In den Stunden danach begann die Abstimmung zur ersten Wahlrunde auch in Guyana in Südamerika und auf den Karibikinseln Guadelope, Martinique, Saint-Barthélemy und Saint-Martin sowie den Inseln in Französisch-Polynesien. Auch auf dem amerikanischen Festland von Québec bis Argentinien konnten dort lebende Franzosen ihre Stimme abgeben.
In Frankreich selbst öffnen die 85.000 Wahllokale am Sonntagmorgen. Zu der Wahl treten neben dem konservativen Amtsinhaber Nicolas Sarkozy neun weitere Kandidaten an. Als Favorit in der ersten Runde gilt in den Umfragen der Sozialist François Hollande gefolgt von Sarkozy sowie der Rechtsradikalen Marine Le Pen, dem Linkspolitiker Jean-Luc Mélanchon und dem Zentrumspolitiker François Bayrou. Für die Stichwahl am 6. Mai wird Hollande ein klarer Sieg gegen Sarkozy vorausgesagt.
Mit dem frühen Beginn der Abstimmung in den Überseegebieten soll verhindert werden, dass die 882.000 dort lebenden Wähler erst ihre Stimme angeben, wenn die Ergebnisse in Frankreich bereits feststehen. Ihre Ergebnisse werden aber genauso wie die Ergebnisse in Frankreich erst am Sonntag um 20.00 Uhr nach der Schließung der letzten Wahllokale bekannt gegeben. Die Veröffentlichung von Ergebnissen vor dieser Frist ist in Frankreich verboten, die Frist wurde in den vergangenen Jahren allerdings immer wieder durchbrochen.
Am Tag vor der Wahl sind Wahlkampfauftritte ebenso verboten wie die Veröffentlichung von Umfragen. Die meisten Kandidaten nutzten die Pause, um sich vor dem Wahlabend von den Wochen des Wahlkampfs zu erholen. Während Hollande in seinen Wahlkreis Tulle in der Region Corrèze zurückkehrte, waren Sarkozy und Mélenchon zuhause in Paris. Bayrou seinerseits reiste nach Pau im Südwesten Frankreichs.
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