Strasser war im März 2011 als Europaabgeordneter zurückgetreten. Die britische Zeitung "Sunday Times" hatte zuvor berichtet, Strasser und zwei Parlamentskollegen aus Rumänien und Slowenien hätten als Lobbyisten getarnten Journalisten gegen Geld ihre Dienste angeboten. Den drei Parlamentariern wurden demnach bis zu 100.000 Euro angeboten, wenn sie Gesetzesänderungen veranlassten. Dem Bericht der "Sunday Times" zufolge stellte Strasser den vermeintlichen Lobbyisten für einen erfolgreich eingebrachten Änderungsantrag 25.000 Euro in Rechnung. Strasser beteuert seine Unschuld.
Die Ermittlungen in der Affäre dauerten 15 Monate. Daran beteiligt war auch Eurojust, eine Einrichtung der Europäischen Union zur Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität mit Sitz in Den Haag. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft konnten die Ermittler Bankunterlagen einsehen, zahlreiche Verdächtige vernehmen und Hausdurchsuchungen vornehmen.
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