Steinmeier hält Kandidatur Steinbrücks für denkbar

Gabriel will offenbar nicht Kanzlerkandidat werden

Frankfurt (AFP) - Der SPD-Politiker und Hamburger Ex-Bürgermeister Klaus von Dohnanyi hat SPD-Parteichef Sigmar Gabriel den Ehrgeiz für eine Kanzlerkandidatur abgesprochen. "Gabriel ist ein hochintelligenter Mann", sagte Dohnanyi der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" laut einem Vorabbericht. "Aber er hat offenbar nicht den Ehrgeiz zu kandidieren." Der Parteiveteran geht nach eigenen Angaben davon aus, dass sich die Kanzlerkandidatur zwischen Ex-Finanzministert Peer Steinbrück und SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier entscheiden wird.
Gabriel Bild anzeigen Gabriel © AFP

Steinbrück habe "wahrscheinlich die beste ökonomische Qualifikation", sagte Dohnanyi. Allerdings vermittle der Ex-Minister für manche Wähler "vielleicht den Eindruck einer gewissen Robustheit". Für Steinmeier sprächen "seine Erfahrung und seine dokumentierte Menschlichkeit".

Steinmeier selbst erklärte eine Kandidatur Steinbrücks für denkbar. "Es gibt keinen Zweifel, dass er einer unserer Besten ist", sagte Steinmeier der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post". "Natürlich gehört er zum Kreis derjenigen, aus denen die SPD ihren Kanzlerkandidaten auswählen wird." Für die Auswahl des Kanzlerkandidaten gebe es zwei Kriterien: Unter ihm müssen die SPD die nächsten Wahlen gewinnen, und die Bürger sollten durch ihn wieder ordentlich regiert werden.

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