Romney beansprucht nach Siegen Republikaner-Kandidatur

Gingrich steigt aus Präsidentschafts-Rennen aus

Washington (AFP) - Nach fünf weiteren Vorwahl-Siegen von Mitt Romney zieht sich der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Newt Gingrich aus dem Rennen um die Nominierung zurück. Wie die Nachrichtensender CNN und Fox News berichteten, will Gingrich seine Entscheidung am kommenden Dienstag offiziell bei einem Auftritt in Washington verkünden und dabei seine Unterstützung für den Favoriten Mitt Romney erklären. Romney beansprucht nach Vorwahl-Siegen in fünf weiteren Bundesstaaten die Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner für sich.
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Gingrich steigt aus Präsidentschafts-Rennen aus © AFP

"Nach 43 Vorwahlen (...) kann ich mit Überzeugung und Dankbarkeit sagen, dass ihr mir eine große Ehre und große Verantwortung habt zukommen lassen", sagte Romney vor jubelnden Anhängern im Bundesstaat New Hampshire, wo er im Januar seinen ersten Erfolg gefeiert hatte. "Heute Abend ist der Anfang vom Ende der Enttäuschungen der Obama-Jahre. Es ist der Start eines neuen und besseren Kapitels, das wir zusammen schreiben werden." Romneys ausgestiegener Rivale Rick Santorum sagte ihm seine Unterstützung zu.

Seit dem Rückzug Santorums vor zwei Wochen gilt Romneys Nominierung beim Wahlparteitag der Republikaner Ende August in Florida als praktisch sicher. Der Ex-Gouverneur und Multimillionär gewann problemlos die Vorwahlen in Connecticut, Delaware, New York, Pennsylvania und Rhode Island. Mit Werten zwischen 56 und 67 Prozent setzte er sich US-Medien zufolge in den Staaten im Nordosten der USA klar gegen die beiden verbliebenen Mitbewerber Newt Gingrich und Ron Paul durch.

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Bei dem Vorwahl-Marathon konnte Gingrich in den vergangenen Monaten nur in seinem Heimatstaat Georgia und im benachbarten South Carolina gewinnen. Um auf dem Nominierungsparteitag zum Herausforderer von Obama gekürt zu werden, muss ein Bewerber mindestens 1144 Delegierte hinter sich bringen. Nach den jüngsten Siegen verfügt Romney laut der Webseite realclearpolitics.com über 838 Wahlmännerstimmen, während Gingrich nur auf 141 und Paul auf 88 Delegierte kommt. Angesichts des überwältigenden Vorsprungs von Romney sind die restlichen Vorwahlen nur noch Formsache. Die nächsten Abstimmungen finden am 8. Mai in Indiana, North Carolina und West Virginia statt. Auch die bevölkerungsreichen Staaten Texas und Kalifornien müssen noch abstimmen.

Der besonders bei wertkonservativen Republikanern beliebte Santorum hat bislang noch keine Wahlempfehlung für Romney gegeben. Allerdings deutete er an, dass er sich bald hinter den wahrscheinlichen Kandidaten stellen könnte. Der Ex-Senator aus Pennsylvania sagte dem Nachrichtensender CNN, er hoffe auf ein Treffen mit Romney in den kommenden Wochen. "Ich werde den Kandidaten unserer Partei unterstützen", kündigte Santorum an. Sollte dies Romney sein, "werde ich alles tun, was ich kann, um sicherzustellen, dass er Barack Obama besiegt".

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