Islamistische Palästinenserbewegung beschuldigt Mossad
Hamas-Militärvertreter offenbar in Damaskus ermordet
Beirut (AFP) - Unbekannte haben offenbar in einem Vorort der syrischen Hauptstadt Damaskus einen ranghohen militärischen Vertreter der islamistischen Hamas-Bewegung getötet. Die Täter seien in das Haus des in Syrien lebenden Hamas-Mitglieds Kamal Hussein Ghannadscheh im Vorort Kudsaja eingedrungen und hätten ihn ermordet, sagte ein Mitglied der Palästinenserorganisation der Nachrichtenagentur AFP. Nach Informationen seiner Organisation stehe der israelische Auslandsgeheimdienst Mossad hinter der Tat.
Vertreter der Hamas-Bewegung in Damaskus getötet
© AFP
Nach Angaben des im Libanon lebenden Hamas-Mitglieds war Ghannadscheh einer der Stellvertreter von Hamas-Führer Mahmud al Mabhuh, der im Januar 2010 tot in einem Luxushotel in Dubai aufgefunden worden war. Die Behörden des Emirats beschuldigten damals ebenfalls den Mossad, Mabhuh ermordet zu haben, Israel wies die Vorwürfe stets zurück. Die im Gazastreifen regierende Hamas wurde jahrelang von der syrischen Führung gegen Israel unterstützt.
Artikel vom 28.06.2012
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