Die Wahlbeteiligung lag bei 81,4 Prozent, abstimmungsberechtigt waren 1312 Bürgerinnen und Bürger. Bürgermeister Jörg Singer sprach in einer Erklärung von einer "Herzensangelegenheit" der Einwohner, die sich in dem Ergebnis ausdrücke. Das Nein zur Inselerweiterung bedeute nicht, dass eine "nachhaltige und zukunftsorientierte und zukunftsfähige Entwicklung" unmöglich sei, hieß es in der Erklärung weiter. Es müsse nun geprüft werden, wie eine "andere Form der Landgewinnung realisiert werden kann" und "wie auf der Insel oder der Insel vorgelagert Flächen für Wohn-, Arbeits- und Gewerberäume sowie für zusätzliche touristische Infrastruktur geschaffen werden können". Denn ein "neuer Entwicklungsraum für Helgoland" sei "dringend notwendig".
Seit Jahren verliert Deutschlands einzige Hochseeinsel Einwohner und Touristen und droht in wirtschaftliche Apathie zu verfallen. Eine Landgewinnungsmaßnahme gilt als Ausweg aus der Krise. Bei der Abstimmung am Sonntag ging es um die große Lösung: um den Zusammenschluss von Hauptinsel und Düne durch eine mehrere hundert Meter breite Landverbindung. Die sogenannte Düne ist einen Kilometer von der Hauptsinsel entfernt. Ein sehr viel begrenzteres Konzept sieht ein Flächengewinnungsprogramm entlang der Küste vor.
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