Paris (AFP) - Frankreichs sozialistischer Präsidentschaftskandidat François Hollande hat klargestellt, dass er im Falle seines Wahlsieges seine Regierung nicht für konservative Politiker öffnen werde, wie dies Amtsinhaber Nicolas Sarkozy vor fünf Jahren mit der Einbindung linker Persönlichkeiten getan hatte. "Ich bin Sozialist, ich bin links und ich werde mit der Linken regieren", sagte Hollande den Sendern RMC und BFMTV. "Mein Premierminister wird ein Sozialist sein, das ist klar", fügte er hinzu. "Es wird keine Öffnung geben."
Hollande ist der Favorit für die Präsidentenwahl am 22. April und 6. Mai. Für die Stichwahl ist er allerdings auf Stimmen angewiesen, die von Wählern der in der ersten Runde ausgeschiedenen Kandidaten kommen. Mit den Grünen haben die Sozialisten bereits eine Allianz vereinbart, auch eine Vergabe von Ministerposten an grüne Politiker ist nicht ausgeschlossen, sollte Hollande die Wahl gewinnen.
Der Linkskandidat Jean-Luc Mélenchon, der in den Umfragen derzeit bei bis zu 15 Prozent liegt, ging derweil im Sender France 2 hingegen davon aus, dass die Kommunisten nicht in eine Linksregierung eintreten würden. Er hob hervor, dass die Linken "sich selbst treu" sein wollten. Zu den Vorstellungen von Hollande gebe es deutliche Unterschiede. Der Ex-Sozialist Mélenchon steht für ein Linksbündnis, dem auch die Kommunisten angehören.